
Die Wände sind schwarz, doch der Rauch ist freundlich. Er kriecht langsam durch Schlitze, kitzelt Fett und Eiweiß, malt bernsteinfarbene Töne. Großväter prüften Zug und Glut mit der Handfläche, heute helfen Sensoren manchmal, doch der Duft bleibt die wichtigste Messgröße. Ein Bissen Speck erzählt von Holzstapeln und langen Winternächten.

Fein gesalzen, mit Bergkräutern eingerieben, ruht das Fleisch erst kühl, dann frei hängend im trockenen Wind. Föhn und Schatten wechseln, Fasern spannen sich, Wasser weicht. Nach Wochen wird Schnittfläche samtig dunkelrot, Geschmack klar, fast süß. Dünn gescheibt, fällt es wie Seide und weckt Lust auf ein zweites Blatt.

Koriander, Pfeffer, Knoblauch, aber auch Engelwurz, Fenchelgrün, getrockneter Liebstöckel – was verfügbar ist, findet seinen Platz. Kinder stoßen im Mörser, während draußen Holz knackt. So wird Würze familien-eigen, unverwechselbar. Schreibe uns, welche Mischung bei dir Tradition hat, und wie du sie an unterschiedliche Fleischstücke anpasst.
All Rights Reserved.